Ulrich Woelk: Was Liebe ist

 

 

Auf den ersten Blick kommt dieses Buch leise daher. Roland Ziegler ist im Vorstand eines kleinen Familienunternehmens und ist grad auf dem Weg nach Berlin. Mit dem Kanzler, anderen Firmenvertrtetern und einem Amerikaner wollen sie gemeinsam darüber nachdenken wie man Zwangsarbeiter aus der Zeit des II. Weltkrieges heute entschädigen kann.

Noch bevor Roland Ziegler zu diesem Treffen kommt, kehrt er in einem Cafe ein. Seit vielen Jahren hatte der Epileptiker keinen Anfall mehr, aber nun wird ihm übel. Er lernt Zoe kennen. Eine Beziehung entsteht die nicht einfach ist. Zoe lebt mit einem älteren Mann zusammen und ist bereit diesen für Roland zu verlassen.

Sehr langsam gelingt es mir mit dieser Geschichte warm zu werden. Manchmal empfinde ich den Schreibstil von Ulrich Woelk etwas zäh und ich muss mir Mühe geben an der Geschichte dran zu bleiben.

Auf den letzten 40 Seiten dann allerdings, bemerke ich mit einem Schlag wie sehr ich mich in Woelk getäuscht hatte. Plötzlich gibt er seiner Schreibe und seiner Geschichte so eine Drehung, dass ich nicht schnell genug umblättern kann.

In "Was Liebe ist" klärt Ulrich Woelk mich nicht völlig auf über die Liebe, aber er zeichnet so viele Facetten von Liebe, dass schnell klar wird, welch eine gewaltige Macht sie auf Menschen ausübt, unabhängig von Zeit und Raum!
 
dtv, ISBN 978-3-423-24949, Preis 14,90 Euro

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