Robin Black: Wenn ich Sie liebte, würde ich Ihnen die Wahrheit sagen

"Nichts ist unsterblich" lese ich in diesem Buch und erfahre mehrfach von der Vielschichtigkeit und die Endgültigkeit dieses Themas. Dabei drückt Robin Black nicht auf die Tränendrüse ihres Lesers, sie beschreibt ganz einfach schreckliche Einzelschicksale menschlichen Lebens und zeigt dabei wie wichtig Nächstenliebe und Verantwortung füreinander sind.

Da ist Clara Feinberg, ihr Brotberuf ist es, menschliche Gesichter zu malen. Sie ist 70 Jahre alt und seit 30 Jahren geschieden. Das Thema Alter begegnet ihr immer öfter im Alltag, aber dann plötzlich doch auch ganz direkt. Sie soll einen alten Mann malen. Dessen Frau wünscht sich ihren Mann "John Parker, unsterblich". Clara Feinberg bemerkt während des Malens, dieser Mann ist geistig nicht mehr auf der Höhe, er fühlt sich nicht wohl. Seine Frau wusste von seinen gesundheitlichen Veränderungen, wollte sie aber nicht wahr haben, sie wollte ihren Mann John behalten wie er einst war . . .

Endlichkeit in verschiedensten Situationen zeigen, dass sie nichts mit dem Alter eines Menschen zu tun haben. Die sechs jährige Lila beispielsweise spielte mit einem Nachbarsjungen. Eine defekte Spraydose explodierte und Lila war blind. Plötzlich war alles verändert, nichts wie noch eine Minute zuvor.

Robin Black beschreibt Veränderungen die Endgültigkeiten mit sich bringen, auch mitunter Familien zerstören, sie zeigt aber auch: Immer gibt es ein weiter!

Luchterhand, ISBN 978-3-630-97323-7, Preis 19,99 Euro

 

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