Eleina G. Eriksson:  Patricia Green, ein Engel im Rotlichtviertel

Weit mehr als ein Jahrzehnt hat Patricia Green in Thailand gelebt und dort gemeinsam mit Prostituierten geredet, gelebt, gebetet und ihnen Wege gezeigt und ermöglicht wie sie von der Prostitution wegkommen. Dabei hat sie Prostituierte kennengelernt, die nicht das Bedürfnis hatten dem Rotlichtviertel zu entkommen, die große Mehrheit der zum Teil jungen Mädchen ergriffen die Chance, die Patricia Green ihnen gab.

Eleina G. Erikson hat nicht eine herkömmliche Biografie geschrieben. Vielmehr hat sie sich im September 2010 in Berlin im Cafe Shelter mit Patricia Green getroffen und ihr Fragen gestellt. Aus den Antworten erfährt der Leser sehr viel vom Leben und Wirken des inzwischen über 70-jährigen Engel im Rotlichtviertel. Sie erinnert daran, dass es Anfangs Überwindung kostete ins Rotlichtmilieu einzutauchen, aber sie hat sich am Handeln Jesu orientiert. Der hat Prostituierte nicht verurteilt, er hat mit ihnen geredet und ihnen Hoffnung vermittelt, nichts anderes tut Patricia Green seit Jahrzehnten weltweit.

Inzwischen ist sie seit ein paar Jahren in Berlin. Tausende Frauen prostituieren sich täglich in Deutschland. Nur die wenigsten von ihnen tun dies freiwillig.

Dieses Buch geht weit über die berechtigte Lobhudelei für Patricia Green hinaus. Es enthält Aufklärungsmaterial über den Menschenhandel und die Prostitution mitten in Deutschland. Die Autorin stellt auch den Verein Alabaster Jar e.V. aus Berlin vor und erzählt mit welchen Aktivitäten die Vereinsmitglieder Berliner Prostituierte unterstützen. Der Verein sucht übrigens ehrenamtliche Mitarbeiter, Kontaktmöglichkeiten werden im Buch genannt.

Mit diesem Buch hat der Leser die Chance einen zur Zeit in Berlin lebenden Engel kennenzulernen und sich mit ihm gemeinsam auf den Weg der Nachfolge zu begeben.

Brunnen, ISBN 978-3-765-51501-9, Preis 15,99 Euro

 

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