Martin Dreyer : Fesus Freak - Autobiografie

 

 Martin Dreyer hat in seinem Leben schon viel geschrieben, die Volxbibel ist aber wohl sein wichtigster Meilenstein auf seinem Weg der Nachfolge.

Von seinen Fans wurde der Autor schon lange gebeten, endlich einmal seine Lebensgeschichte aufzuschreiben. Genau dies hat Martin Dreyer jetzt getan. Beim Lesen allerdings hatte ich oft den Eindruck, dass er dies nicht mit dem Abstand von Jahren und Jahrzehnten getan hat, sondern, dass er vieles noch einmal durchlebt und ganz sicher vieles auch durchlitten hat. Seiner Autobiografie jedenfalls tut dies sehr gut.

Detailreich und in der ihm eigenen sehr direkten unkonventionellen Sprache, beschreibt Martin Dreyer sein Leben, alles andere wäre auch nicht eine wirkliche Dreyerbiographie geworden.

Er hakt nicht einfach Station nach Station ab, er erzählt sehr genau was die Drogen und der Sex mit ihm gemacht haben.

Unter die Haut geht es beim Lesen dann schon die Verwandlung des Martin Dreyer vom Saulus zum Paulus mitzuerleben.

Dieses Buch hat sich allein deshalb schon gelohnt, weil es sehr anschaulich zeigt, welche lebensverändernde Kraft selbst heute noch in Gott steckt, wenn sich Menschen nur von ihm berühren lassen.

Sehr zu empfehlen!

Erschienen ist das Buch im Volxbibel Verlag und bei Pattloch, Preis 18, 00 Euro

 

 

 

Foto: Michael Englert, www.michael-englert.com

 

Martin hatte Zeit für ein Gespräch mit buecherveraendernleben:

Hallo Martin, schön dass Du Zeit für ein Autorengespräch gefunden hast das ist toll! Ich durfte das Buch bereits lesen und halte es für das Wichtigste was Du bisher geschrieben hast, wie siehst Du das?


Ich denke auch, dass es sehr wichtig war, dieses Buch zu schreiben. Aus unerklärlichen Gründen kommt in meinem Leben vieles von dem vor, was jeder irgendwo her aus seinem eigenen Leben kennt. Von Erfolg, Segen, tolle Erlebnisse mit Gott über Verzweiflung, Sucht, Sünden, Einsamkeit, Depression und unglückliches Verliebt sein. Gut ist dabei einfach, dass zum Schluss Jesus in meinem »Real Live« für ein echtes Happy End gesorgt hat.


Du erzählst in Deiner gewohnt unkonventionellen Sprache aus Deinem Leben. Stellenweise kam es mir so vor wie auf einem Marktplatz stehen und die Hosen fallen lassen. Warum tust Du Dir das an?


Vor zwei Jahren bekam ich eine Anfrage von CVJM auf einer Mitarbeitertagung zu sprechen. Zum meiner Überraschung wollte man aber nicht, dass ich predige oder eine Lesung aus der Volxbibel halte. Man wollte ausdrücklich meine Lebensgeschichte hören. Als ich dann dort auf dem Podium stand, war ich ganz schön aufgeregt. Aber umso mehr ich redetet, desto stärker spürte ich ein Gefühl von Gottes Gegenwart im Raum. Man konnte buchstäblich eine Nadel fallen hören, so gebannt haben mir die Leute zugehört. Am Ende sah ich viele Tränen in den Gesichtern, Jesus hatte diesen Vortrag irgendwie gebraucht. Da kam mir das erste Mal der Gedanken, dass Jesus meine Lebensgeschichte wirklich benutzen kann um Menschen zu ermutigen. Ich habe sie dann so aufgeschrieben, wie es tatsächlich war. Es sollte nichts beschönigt, aber auch nichts runter gespielt werden. Darum kommen viele geniale Zeugnisse in dem Buch vor, Dinge die Gott getan hat. Aber es werden auch ausführlich die Drogenerelebnisse erzählt und es gibt sogar eine Sexszene. So war mein Leben bisher und ich glaube, dass viele Leute da durch ermutigt werden können, Gott zu suchen und an ihm festzuhalten, egal was kommt. Es ist eben auch an die säkulare Szene adressiert.


Erscheint das Buch deshalb nicht in einem unserer sogenannten frommen Verlage?

Doch, ich habe, wie bei allen meinen Bücher bisher, die große Chance zwei unterschiedliche Verlage zu haben, die meine Bücher vertreiben. Volxbibel Verlag/SCM bringt es auf den christlichen Markt. Pattloch/Droemer Knaur aber in die Thalia, Hugendubel und die Mayersch Buchhandlung.


Vorbildwirkung ist ein großes Thema in unserer Gesellschaft. Bist Du das Vorzeigebeispiel vom Saulus Martin Dreyer zum Paulus Martin Dreyer?


Ich weiß nicht, ob ich für ein gutes Vorbild tauge. Bei den Jesusfreaks hab ich immer gepredigt »Macht es nicht mir nach, sondern Jesus!« Ich bin kein besonderer Typ und nicht sehr viel begabter, als andere Menschen. Wenn Gott sich mit mir ein Vorbild erschaffen hat, dann darin zu zeigen: Jeder kann etwas erreichen! Auch mit dem größten Loser kann Gott etwas anstellen. Man muss sich nur trauen und darf nicht locker lassen, egal was kommt. Es gehört aber auch immer sehr viel Gnade dazu, die sich keiner verdienen kann.

Martin Du weißt, das ist ein weites Feld. Du hast viele Fans die Dich als Glaubenshelden sehen. Wie ich schon vor Deiner neuesten Buchveröffentlichung aus dem Bücherbuschfunk höre, kritisieren einige Stimmen Deine wirklich sehr direkten Schilderungen Deiner Erlebnisse, warum hast Du Dich gerade für diesen Weg entschieden?

Das hatte unterschiedliche Gründe. Zum Einen wollte ich das Buch nicht "weichzeichnen", es sollte so klar und drastisch beschrieben werden, wie es tatsächlich auch war. Es macht für mich keinen Sinn, Dinge harmlos, aber dadurch auch farblos zu erzählen. Das zweite ist, dass nach meinem Gefühl viele Memoiren zu wenige die Gefühlswelt des Autors beschreiben. Das wollte ich anders machen. Meine Glücksmomente, wo ich Gottes Segen so heftig erlebt habe, sollten genauso drin stehen, wie meine tiefsten Abstürze und Depressionen. Der dritte Grund liegt darin, dass ich glaube, die Menschen werden nur dann eine Chance haben, meine Geschichte auch zu verstehen, wenn ich die Erlebnisse wirklich ausführlich schildere. Zum Beispiel, wie das ist, Drogen zu nehmen. So etwas ist ja im ersten Augenblick toll, ein gutes Gefühl, sonst würde es keiner machen. Sowas hat mir bei Christiane F immer gefehlt. Man liest nur, wie sie sich langsam tötet, ist erschüttert, aber verstehen tut es keiner. Letztendlich geht es bei Drogen immer nur um Gefühle. Künstliche Gefühle, die man künstlich erzeugt. Wie Drogen aber auf tödliche Art und Weise jedes Leben langsam zerstören, wird gleich zu Anfang des Buches klar und deutlich. 


 
Martin Dreyer als stolzer Papa
 
Foto: Timm Ziegenthaler, www.timmzie@web.de
 

Mal weg von Deinem Buch, dem ich schon mal eine steile Karriere voraussage, wo lebst Du heute? Was machst Du heute?

Zur Zeit wohne ich mit meiner Familie in Berlin. Ich lebe von meinen Vorträgen, Predigtanfragen und Lesungen, die ich in Deutschland halte. Ab und zu gibt es auch mal eine Spende. Im Schnitt habe ich 40 Veranstaltungen im Jahr, Tendenz steigend. Unser Baby verschlingt gerade viel Zeit, aber das mach ich sehr gern. Ansonsten spiele ich immer noch mit Begeisterung Basketball.


Du bist seit Jahren auf dem Weg der Nachfolge Jesu, warum ist dieser Weg unumkehrbar für Dich?

Jesus war und ist der einzige stabile Faktor in meinem Leben. Wir haben wirklich eine ganz tiefe Freundschaft miteinander, die ich um nichts in der Welt aufgeben möchte. Und doch ist er auch mein Chef, auf den ich höre, der mir sagt, wo es längs geht. Wenn ich zurückblicke, komme ich zu dem Schluss, dass es einfach dumm ist, ohne Gott zu leben. Der Glaube gibt einen viel mehr, als alles, was die Welt zu bieten hat.


Was haben wir in Zukunft von Martin Dreyer noch zu erwarten?

Mein Buch hat ja irgendwie ein göttliches »Happy End«. Aber ich glaube nicht, dass Gott mir auch schon am Ende ist. Die Geschichte geht weiter und es gibt auch noch ein paar Visionen, die in mir garen. Ich werde mit Sicherheit weiter Bücher schreiben, denn das macht mir großen Spaß und ich glaube auch, dass diese Aufgabe auch Teil des Weges ist, den Jesus mit mir geht.

Martin, herzlichen Dank für das Gespräch mit Dir und Deinem Buch wünschen wir viel Erfolg auf dem großen Büchermarkt! 


Über Martin und sein Buch könnt Ihr Euch auf unserer Facebookseite gern austauschen  http://www.facebook.com/pages/B%C3%BCcherver%C3%A4ndernleben/302273256481601?v=wall
 

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