Florian Beckerhoff: Karl Konrads heimliches Afrika

Karl Konrad ist ein penibler, vielleicht sogar etwas durchgeknallter junger Mann. Er pflegt bereits seit Jahren seine Mutter und kann mit Veränderungen nur sehr schlecht umgehen. Allein lebt er in einem kleinen Dorf mit ihr.

Sein Vater und sein Bruder sind seit Jahren in Afrika, erst ging der Vater, dann der Bruder um ihn zu suchen. Plötzlich beginnt Karl Konrad sich mitten in Deutschland sein ganz eigenes Afrika aufzubauen. Die Geschichte wird skuril und könnte an Format gewinnen. Leider nutzt Beckerhoff seine Chance nicht so recht.

In den folgenden Dialogen fallen zwar so manche wohlgefeilten Sätze die das Niveau haben Menschen aus ihrem Alltag zu holen um Neues zu beginnen, aber der Autor lässt seine Protagonisten zu blass.

Wie Beckerhoff den weiteren Verlauf seiner Geschichte gestaltet ist mir zu absurd. Ich glaube weniger wäre an dieser Stelle mehr gewesen. Wie gesagt, sprachlich hat die Story gute Momente, bleibt dann aber doch hinter meinen Erwartungen zurück.

Kapiert habe ich auch nicht, warum der Autor die Ost - West - Empfindlichkeiten bemüht hat. Zumindest in diesem Buch haben sie für mich nichts zu suchen.

Mann kann diesen Roman gut Lesen, wird auch gut unterhalten, sollte aber kein Meisterwerk erwarten!

List, ISBN 978-3-471-35045-4, Preis 16,99 Euro

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