Mikko Rimminen: Der Tag der roten Nase

 

Mikko Rimminen schreibt aus der Sicht einer Frau, die allein ist. Ihr Sohn ist seit Jahren auf eigenen Wegen unterwegs und ihr gehen ohne Job die Freunde aus.

Da kommt Irma auf die verrückte Idee an fremden Türen zu klingeln und den fremden Menschen zu erzählen, sie sei von einem Marktforschungsinstitut. Es ereignen sich vielerlei humorvolle, aber auch nachdenkliche Szenen und Begegnungen. Eines Tages wird sogar in der Zeitung vor ihr gewarnt und ein andermal schließt ihre Nase eine so gewaltig schmerzhafte Bekanntschaft mit einer fremden Haustür, dass sie blutet und zum Riesenzinken anschwillt.

Der Autor beschreibt den verzweifelten Kampf einer Frau um Freunde. Es ist eher ein leises, aber doch sehr tiefgründiges Buch. Schwierigkeiten hatte ich wie immer in finnischen Romanen mit den Orts- und Personennamen.

Was es nun allerdings mit dem "Tag der roten Nase" auf sich hat, der in der Romanhandlung nur eine sehr untergeordnete Rolle spielt, hat sich mir nicht erschlossen. Dennoch kann ich diesen Roman gern weiterempfehlen.

Mikko Rimminen macht menschliche Einsamkeit zum Thema und dies ist im Zeitalter von Facebook und Co. dringend erforderlich!

 

DTV, ISBN 978-3-423-24948-5, Preis 14,90 Euro

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