Matthias Herrchen:  Das Buch vom Himmel

Matthias Herrchen ist so frei. Er fragt nach dem Himmel. Dieses Thema ist allzu oft ein Tabuthema. Herrchen allerdings will es genau wissen.

Locker und sehr persönlich, aus aller familiärer Betroffenheit, schreibt Matthias Herrchen: "In unserer Hilflosigkeit darüber, was es dort nicht gibt: "keinen Schmerz, keine Krankheit, kein Leid" (Offenbarung 21,4)." So entsteht also der Eindruck, dass unser Nichtwissen über den Himmel größer ist, als all unser Wissen über ihn.

Als Leser muss niemand Angst vor diesem Buch haben, es ist kein theologisches Fachbuch. Es ist für fragende Christen geschrieben. Und Matthias Herrchen scheut sich nicht seine Meinung, gepaart mit biblischen Texten, zu sagen. So stellt er den Himmel unter anderem als einen Ort dar, zu dem wir eines Tages aufsteigen, um dem irdischen Jammertal zu entkommen. Dabei erinnert er an den Jakobusbrief.

"Wer sich auf den Himmel freut, der ist wie ein Mensch in einer dunklen Höhle, der das Licht entdeckt, das ihm den Weg nach Hause weist."

Kuschelantworten sind bei Matthias Herrchen nicht zu bekommen. Aber die Frage: "Wer kommt in den Himmel?" beantwortet er nicht etwa damit, dass er sagt, es wird kräftig aussortiert. Unter Verweis auf Jesus am Kreuz, sieht er auch Sünder im Himmel, wenn sie ihre Sünden sehen und sich mit Jesus auf den Weg machen.

Ganz nach dem Motto: Reden wir über den Himmel, nehmen wir dem Tod die Angst, beschäftigt sich der Autor in aller Breite und geistlichen Tiefe mit seinem Thema.

"Ein Leben das für Jesus gelebt wird, ist keine Verschwendung, sondern eine gute Investition. Alles andere ist Verschwendung."

Matthias Herrchen nimmt mir die Angst vor dem Ende, weil er über meinen Weg in den Himmel schreibt!

SCM R. Brockhaus, ISBN 978-3-417-26460-9, Preis 14, 95 Euro

 

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