Daniel J. Siegel: Der achtsame Therapeut

Was heißt hier der "achtsame" Therapeut? Daniel Siegel selbst beantwortet diese Frage indem er achtsam mit "gewissenhaft und bewusst handeln, offen und kreativ mit den Möglichkeiten des Lebens" umgehend beschreibt. Spannend sind auch die mentalen Praktiken die der amerikanische Psychologe hier seinen Lesern eröffnet.

"Achtsam" sein, ist nicht nur das Eintrainieren irgendwelcher Vorgänge, es ist ein in Bewegung setzen im Gehirn, ja sogar ein in die Zukunft weisender Vorgang der Lebenssituationen deutlich verändern kann. Hervorhebenswert ist bei Siegel: Er driftet nicht in theoretische Wolkenschwaden ab, sondern orientiert sich dicht am Lebensalltag der Menschen.

In seinem Leitfaden, der für die nächsten Jahre wegweisend sein dürfte, fordert der Autor seine Berufskollegen zu einer veränderten Einstellung in ihrer persönlichen Lebenseinstellung auf.

Der Autor ist nicht nur Therapeut, er ist auch Hirnforscher und diesem glücklichen Umstand ist es zu verdanken, dass Daniel Siegel den großen Zusammenhang zwischen neurophysiologischem Ansatz von Empathie, Achtsamkeit und Veränderung beschreibt und dabei und dies ist ebenfalls neu, die Bedeutung von therapeutischer Präsenz, Offenheit, Einfühlung und Resonanz herstellen kann. Wie er dies tut ist beeindruckend.

Dieses buch ist keineswegs nur dem jungen Therapeuten zu empfehlen, auch der erfahrene Therapeut wird dieses Werk mit Gewinn lesen!
 
Kösel, ISBN 978-3-466-30924-5, Preis 26,99 Euro

 

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