Peter Dabrock: Befähigungsgerechtigkeit

Das Konzept der Befähigungsgerechtigkeit hat sich bereits als gutes Werkzeug der Diskussion zwischen philosophischen und theologischen, auch politischen Grundpfeilern erwiesen, aber es verlangt dringend nach der Realität.

Peter Dabrock splittet sein Thema in fünf Kapitel:

- Konkrete Sozialethik in fundamentaltheologischer Perspektive

- Weniger kann mehr sein - Gerechtigkeit begrenzt rechtfertigen

- Befähigungsgerechtigkeit als Ermöglichung gesellschaftlicher Inklusion

- Befähigungsgerechtigkeit als Leitkriterium einer Ethik des Gesundheitswesens

- Demographischer Wandel und die Gabe der Solidarität zwischen den Generationen

Allein dieser Blick in das Inhaltsverzeichnis zeigt, dass Dabrock seine Ideen mitten in alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens eingreifen lässt. Was er schreibt ist schlüssig, notwendig, aber es braucht den verantwortlichen Menschen dazu. Ohne ihn sind alle Konzepte hinfällig, nichts wert.

Dabrocks Thema geht zwar vom theologischen Grundsatz aus, ist aber höchst aktuell und politisch zu sehen. Er beschränkt sich in seinem Buch nicht einmal nur auf unser Land, sondern fragt gleich weltweit nach sozialer Gerechtigkeit. Dieses Buch kommt so schlicht daher, ein wenig mehr praktische Züge hätte ich mir gewünscht, aber es ist hoch aktuell!

Peter Dabrocks letzte Worte in diesem Buch hat er sich beim französischen Philosophen Hessel geliehen: "Engagiert Euch!" Dabrocks Buch sehe ich als theoretisches Grunsatzprogramm oder um mit seinen Worten zu sprechen, als Befähigung endlich mit einer menschlichen Revolution des Zusammenebens zu starten!
 
Gütersloher Verlagshaus, ISBN 978-3-579-08110-6, Preis 39,99 Euro

 

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