Georg Heinzen:  Von der Nutzlosigkeit älter zu werden

Grad ist man den Dreißigern entronnen, dann fand man sich mit den Vierzigern ab und plötzlich ist alles ganz anders, man wird 50 Jahre alt. Was kommt dann noch? Sind Hoffnungen auf das Morgen immer noch real?

Als Ich - Erzähler tritt der auf die 60 zugehende Georg Heinzen hier auf um in die Rolle von Thomas zu schlüpfen. Dem widerum ist grad seine Frau weggelaufen. Mit fast 50 hatte er eine Affäre und nun steht er da, ohne Frau aber mit seiner Selbsthilfegruppe den "Anonymen Fortyniners".

Gott sei Dank verpackt Heinzen seine Geschichte ums Älterwerden äußerst humorvoll, dennoch deckt er viele ineinandergreifende Mechanismen in unserer Gesellschaft auf, die viel mit der Thematik des Älterwerdens zu tun haben, aber über die in unserer Gesellschaft so gut wie nicht gesprochen werden. Eigentlich verwunderlich schaut man sich die Masse derer an, die das Thema betrifft.

Die Botschaft, die Georg Heinzen in seinem Roman verkündet ist nicht umwerfend neu, aber sie muss halt öfter mal ausgesprochen werden. Wenn dies mit Hilfe einer so gut erzählten Story mit ebenso guten Helden geschieht, muss niemand mehr im Angesicht der magischen Zahl 50 in Panik verfallen. Spätestens mit diesem Buch habe ich begriffen: Du bist so alt wie Du dich fühlst und selbst daran kannst Du arbeiten, dies allerdings hört nie auf, nicht einmal wenn Du mal 70, 80 oder 90 wirst.

Georg Heinzen erklärt das Leben mit 50 und wird damit Generationen zusammenführen!

Gütersloher Verlagshaus, ISBN 978-3-579-06683-7, Preis 16, 99 Euro

 

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