Jason Starr: Panik

Stellen Sie sich vor: Von einem Tag zum anderen ist es vorbei mit ihrer eigenen Sicherheit in ihren eigenen vier Wänden, ja Sie müssen sogar um ihr Leben fürchten.

So geht es Adam Bloom im vorliegenden Krimi. Der erfolgreiche Psychologe mit eigener Praxis wird eines Nachts von seiner 22 - jährigen Tochter geweckt, weil sie im Haus einen Einbrecher gehört hat. Adam schickt seine Frau und seine Tochter in den begehbaren Kleiderschrank und er selbst nimmt seinen Revolver und erschießt im dunklen den unbewaffneten Einbrecher.

Da ist es plötzlich vorbei mit der Ruhe und Behaglichkeit, die es längst nicht mehr gab. Panik bricht aus als Adam bewusst wird, das da noch ein zweiter Täter im Haus war. Der ist fest entschlossen sich für den Tod an seinem Kumpel zu rächen. An dieser Stelle beginnt der Krimi eigentlich erst so richtig.

Jason Starr wendet in seinem Roman eine interessante Erzähltechnik an. Er lässt einzelne Akteure aus ihrer Sicht die Handlung erzählen. Dieser Krimi ist voller Geschichten die uns Wohlstandsmenschen auf sehr eindringliche und unterschiedliche Weise sagen, ganz schnell kann es uns aus der Lebensbahn werfen. Jederzeit kann von einer Sekunde zur anderen Schluß sein, mit Sicherheit und Wohlstand, ja sogar mit dem Leben.

Dieser Krimi ist kein Märchen, vielleicht ist deshalb sein Ende so tragisch. Oder steht dieser Schluß symbolisch für unsere kaputtgelebte Gesellschaft?

 

Christian Döring

 

Diogenes, ISBN 978-3-257-24040-5, Preis 11,90 Euro

 

http://www.amazon.de/Panik-Jason-Starr/dp/3257240406/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1273299599&sr=1-1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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