Liza Marklund (Hg.):  Mörderische Weihnachten

 

Das klingt vielleicht  zunächst ein wenig unpassend, aber das Konzept geht auf. Krimiautoren schreiben ein Weihnachtsbuch. Zunächst erzählt Liza Marklund in ihrer Einleitung wie ihre schwedischen Weihnachten aussehen. Einiges kommt mir bekannt vor, anderes höre ich zum ersten mal.

Die Idee mit dem Weihnachtsbaum haben die Schweden uns Deutschen abgeschaut. Liz Marklund erzählt aber auch vom Weihnachtsschnaps und von der Legende mit den Jungfrauen und den Goldklumpen.

Dann folgen "Spannende Geschichten aus Skandinavien", 11 Stück an der Zahl. Arne Dahl beispielsweise ist dem Geheimnis der "fliegenden Mumie" auf der Spur. Die Anzahl der Unfälle mit Kindern häufen sich in letzter Zeit. Woran mag das liegen? Kriminalkommissarin Sara Svenhagen beginnt zwar mit ihren Ermittlungen und klärt die Fälle auf, wobei ihr Chef "viele Beschwerden wegen der Überschreitung polizeilicher Befugnisse" bekommt.

"Mörderische Weihnachten" ist eine Gala der besten Krimiautoren. Johanna Nilsson, Ake Edwardson und Kjell Eriksson bürgen für Qualität in ihren Geschichten.

Leif Davidsen hat für seine Geschichte ungewohnte Zutaten gewählt: Die Sowjetunion, der kalte Krieg, Sadam Hussein, und der geplante Aufenthalt des schwedischen Biologen Magnus Bjerg in den USA zusammen, ergeben eine spannenden Fall. Auch wenn die Ermittlungen gegen den Biologen eingestellt werden, für ihn ist nichts mehr wie es war.

Mit diesem Buch kann Weihnachten kommen, für gute Unterhaltung ist gesorgt.

 

Christian Döring

 

List, ISBN 978-3-548-61015-3, Preis 8, 95 Euro

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