Markus Heitz:  Judastöchter

 

Hält man ein Buch von Markus Heitz in Händen, sollte man äußerste Vorsicht walten lassen. Er schreibt Bücher die wie ein Suchtmittel wirken. Erst gelesen legt man sie wieder aus den Händen.

Nach seinem letzten Buch "Judassohn" schließt sich also nun sofort "Judastöchter" an. Es schadet sicher nicht den "Judassohn" gelesen zu haben um "Judastöchter" zu verstehen, muss man es jedoch nicht zwingend gelesen haben.

Die Vampirin Sia steht im Mittelpunkt dieses 600 - Seiten - Wälzers. Ein einziges Lebensziel verfolgt die Unsterbliche. Ihre beiden letzten Nachfahren Emma und Elena will sie beschützen. Doch beide werden entführt und für Sia, die letzte der todbringenden Judaskinder beginnt ein aussichtsloser Kampf gegen die Zeit.

Für Emma und Elena tut Sia alles. Sie willigt ein in Irland Gestaltwandler umzubringen. Wenn sie diese tötet, dann so ist es abgemacht, werden ihre beiden Nachfahren freigelassen. Natürlich versucht Sia alles nur Vampir mögliche ohne zu ahnen, dass sie unbemerkt in politische Ränkespiele hineingezogen wurde.

Der "Großmeister der deutschen Fantasy" hat mit diesem Buch einen weiteren Meilenstein der Vampirszene geschaffen. Seine Fans werden es ihm danken. Mit diesem Buch, so Markus Heitz in seinem Nachwort in diesem Buch, schließt sich zunächst der Kreis um Sia und andere lieb gewordene Figuren. Aber Heitz sagt auch, es ist für ihn nicht ausgeschlossen zum Wiederholungstäter zu werden, so kann er sich sehr gut vorstellen einmal einen Wandler in den Mittelpunkt eines Romans zu stellen, wir können also sicher sein, noch viel von ihm zu hören.

 

Christian  Döring

 

Knaur, ISBN 978-3-426-65230-5, Preis 14, 99 Euro

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