Hanspeter Oschwald: Im Namen des heiligen Vaters

 

In aller Offenheit, respektlos und doch solide recherchiert, beschreibt der Autor was im Vatikan im allgemeinen und in unmittelbarer Nähe des Papstes im speziellen los ist.

Seit über 40 Jahren verfolgt der Autor die Politik des Vatikans und stellt dazu fest, er habe lernen müssen: " . . . dass an kaum einem anderen Ort so sehr versucht wird, Informationsfluss zu behindern oder ganz zu unterdrücken wie in der katholischen Kirche."

Oschwald beginnt sein beeindruckendes Werk zu dem Zeitpunkt als "rechte Papstmacher im Konklave . . ." begannen die Wandlung des Herrn Ratzinger zum Papst zu organisieren. Wie wir alle wissen " sind wir Papst geworden" und der Weg der katholischen Kirche rückwärtsgewandt kann uneingeschränkt weitergehen.

Nich nur einmal habe ich mich beim lesen bestimmter Geschichten rund um den Papst gefragt: Gehen diese heiligen Männer wirklich über Leichen? Nich nur einmal macht der Autor solche Andeutungen, nennt Namen, bleibt Beweise schuldig.

Bewiesen werden kann nur, dass seit Ratzingers Amtsantritt als Papst, die reformscheuen Traditionalisten im Vatikan so stark geworden sind wie selten zuvor. Oschwald beschreibt sie so: "Sie lehnen die moderne Gesellschaft ab, weil sie mit der Aufklärung und der Freiheit, mit der verbrieften Würde des Menschen nichts anfangen können."

Eins scheint klar zu sein, die Traditionalisten haben den Vatikan fest in ihren Händen, unklar so der Autor, ist lediglich ob der Papst sie bremst oder gern gewähren lässt.

 

Christian Döring

Heyne, ISBN 978-3-453-16724-7, Preis 19,95 Euro

 

http://www.amazon.de/Im-Namen-Heiligen-Vaters-fundamentalistische/dp/3453167244/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1271542636&sr=8-1

 

 

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