Theo Piegler (Hg.):  "Ich sehe was, was du nicht siehst"

 

Dieses Buch geht der Frage nach: Was machen Filme mit uns? Vermitteln sie Werte oder Ängste? Laden sie zur Entspannung ein? Oder ist da noch viel mehr?

Als Orson Welles seinen "Krieg der Welten" 1938 als Hörspielversion dem amerikanischen Volk präsentierte, kam es zu einer Massenhysterie. Tausende dachten was sie da hörten passiert wirklich. Tausende flüchteten mit ihren Autos in die Städte um sich dort besser vor der Invasionsarmee des Planeten Mars zu schützen.

Viele ähnlicher Beispiele bringt dieses Buch und zeigt damit wie eindrucksvoll und nachhaltig ein einmal gesehener Film unser Leben beeinflussen kann. Erfahrene Psychoanalytiker und Psychotherapeuten präsentieren in diesem Buch ihre Interpretation zu ganz bestimmten Filmen.

Dr. Piegler ist es zu verdanken, dass auch der Suizid im Film an dieser Stelle in wissenschaftlicher Form ausgewertet wird. Er vergleicht beispielsweise die Anzahl der Filmsuizide mit denen aus dem realen Leben und kommt zu erschreckenden Ergebnissen.

Dieses Buch in all seiner Themenvielfalt bietet Studenten und Therapeuten viele sehr gute Arbeitsansätze für die tägliche Praxis. Genauso sinnvoll wäre es für Filmschaffende dieses Buch zu lesen. Oft habe ich den Eindruck, sie sind sich mit ihren produzierten Filmen nicht der Wirkung auf den Zuschauer bewußt. Dieses Buch könnte so mach einem die Augen öffnen!

 

Christian Döring

 

Psychosozial - Verlag, ISBN 978-3-8379-2034-5, Preis 24,90 Euro

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