Dan Ariely:  Fühlen nützt nichts, hilft aber

Bekannt geworden ist Dan Ariely in Deutschland mit seinem Buch "Denken hilft zwar, nützt aber nichts". Mit diesem vorliegenden Buch zeigt uns der Bestsellerautor die oft verblüffenden Erkenntnisse unseres Verhaltens im Arbeits- und Privatleben.

Dieses Buch besteht aus einer Vielzahl von Alltagssituationen. Stellen wir uns einmal vor, einem Arzt würde bei einer OP ein Behandlungsfehler unterlaufen. In der heutigen Zeit, in der wir Menschen immer öfter zum Gericht laufen, ist der Doktor beinah gezwungen seinen Fehler nicht einzugestehen, allein wegen der Wirtschaftlichkeit seiner Praxis bzw. des Krankenhauses in dem er arbeitet. Reagiert der Patient allerdings anders und geht nicht gleich auf Konfrontation, wird sich der Arzt höchstwahrscheinlich bei ihm entschuldigen. Dies ist nur ein Beispiel dafür um wieviel einfacher es sich lebt, wenn wir Gefühle zeigen.

Die Wichtigkeit unserer Gefühle, egal ob in der Arbeitswelt oder im Privaten zeigt uns Ariely sehr genau: "Wenn wir in der Lage wären, in jeder Lebenssituation unsere Gefühle zu überspielen und erst nach reichlicher Überlegung zu handeln, wäre dies gegen alle Erwartung nicht nur zu unserem Vorteil..."

Auch mit diesem Buch wird Dan Ariely seine neugierigen Leser begeistern. Er bricht eine Lanze dafür, Gefühle nicht zu verstecken, er meint oft kommen wir im Alltag weiter, wenn unser Gefühl sich gegen unsere Ratio durchsetzt.

Dieser Ariely'sche Ansatz ist spannend, könnte die Welt menschlicher werden lassen, aber allzuoft regiert dann letzten Endes doch das Materielle.

 

Christian Döring

 

Droemer, ISBN 978-3-426-27551-1, Preis 19, 99 Euro

 

Nach oben