Stefanie Holzer:  Franz Ferdinand - Ein Katzenleben

 

Liebevoll beschreibt Stefanie Holzer das Leben von Kater Ferdl. "Im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne" lebt die Katze und zählt wohl zu den selbstständigsten Haustieren, die der Mensch je besaß.

Ferdls erstes richtiges zu Hause war bei Ursula und Franz. Ja, gut hatte er es. Sein Futter bekam er pünktlich. Vögel im Strauch sah er täglich, wenn auch hinter der Fensterscheibe, denn raus durfte Ferdl nicht. Doch einmal, die Haustür stand grad offen, da geschah es. Ferdl lief hinaus und kam nie wieder zurück. Kurz nach seinem 1. Geburtstag geschah dies.

Rührend, nie ins kitschige abgleitend, beschreibt die Autorin nun die 16 Lebensjahre des Straßen - und Hauskaters. Auch wenn manchmal eine Situation in seinem Leben noch so ausweglos erschien, Ferdl wußte immer einen Ausweg.

Schön, dass er seine letzten Jahre wieder bei einem Ehepaar verleben durfte. Wenn er aber nach 16 Lebensjahren das Alter deutlich spürt und seine Knie nicht mehr nur gelegentlich weh tun und die Blase immer mehr zu Entzündungen neigt, Ferdl ist sich sicher, dass er eines Tages wiederkommt.

Selbst auf seine alten Tage hatte Ferdl keine Chance auf Ruhe. 3 Kinder lebten plötzlich bei seinem Ehepaar. Zunächst hasste Ferdl die Kinder, aber dann arrangierte er sich mit der Situation und machte sich Gedanken um seine Grabstelle. Manchmal überlegte er auch: "Was will der Mensch von der Katze?"

Ferdl hatte die Menschen längst durchschaut. Das der Mensch die Katze nur zum Mäuse jagen braucht, dass glaubte er schon lange nicht mehr. Aber diese Weisheiten behielt er dann doch für sich, schließlich hatte er nach seinem langen Leben am liebsten seine Ruhe, umgerechnet zählte er ja weit über 100 Jahre und eine Katze ist doch auch nur ein Mensch.

Für Katzenfreunde ist dieses Buch ein Muss!

 

Christian  Döring

 

Limbus Verlag, ISBN 978-3-90253-442-2, Preis 18, 90 Euro

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