Petra Hulova:  Endstation Taiga

1946 geht der dänische Forscher Doran ohne seine Frau von Kopenhagen in das ferne, einsame Sibirien. Einen Film will er dort drehen.

Von dieser fremden Welt ist Dorban zunächst sehr fasziniert. Aber dann wird es eng für ihn. Die Funktionäre der Sowjeunion schaffen selbst im fernen Sibirien Ordnung, da ist ihnen dieser undurchsichtige Däne ein Dorn im Auge, er passt nicht in ihre Schablonen einer künftigen sozialistischen Gesellschaft. Die Frau des Forschers hörte nie wieder etwas von ihrem Mann.

Nie wieder kehrt Dorban zurück in die Heimat. Aber dann, genau 60 Jahre später macht sich der Student Erske Jenkel auf den Weg nach Sibirien. Er will herausbekommen, was damals mit Doran passiert ist.

Diese Geschichte reißt eine Luke der Geschichte auf durch die wir selbst viele Jahre nach Glasnost nur selten blicken können. Meine Vorfahren saßen gezwungenermaßen in Sibirien. Vieles von dem was sie mir später erzählten, kommt durch das Gelesene wieder in mir hoch. Die Autorin muss gut recherchiert haben, sie weiß genau von was sie erzählt.

Petra Hulova betreibt mit diesem Buch Geschichtsaufklärung derer wir alle bedürfen.

 

Christian  Döring

 

Luchterhand, ISBN 978-3-630-62191-3, Preis 10, 00 Euro

 

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