Maria Beig:  Ein Lebensweg

 

1920 wurde die Autorin in eine oberschwäbische Bauernfamilie hineingeboren. Die Geschwisterschar war groß und der materielle Reichtum begrenzt. Was die Autorin im Laufe ihrer Lebensjahrzehnte alles erlebt, erduldet und erlitten hat, das teilt sie hier der Welt mit.

Die Autorin mag bis heute keine "holen Stunden . . . ertragen". In dieser Generation ist nichts tun verpönt und "so habe ich wieder angefangen zu schreiben." sagt Maria Beig.

Wohlgeordnet in:  - Kindheit - Beruf - Umweg - Weg - Ziel - breitet sie ihr Leben vor dem ihr unbekannten Leser aus. Und so bezweifel ich, dass sie in erster Linie für mich als ihren Leser schrieb, vielmehr wird sie aus Eigennutz geschrieben haben. Dies ist gut so. Damit erfahre ich von Maria Beig, einer längst vergangenen Zeit und ich lerne neu den Begriff Heimatverbundenheit kennen. Die Autorin manifestiert ihre Heimatverbundenheit auch sprachlich. Sie schreibt nicht etwa von einem toten Baum, sondern nennt ihn Storren.

Maria Beig scheint Botschafterin einer anderen Welt zu sein. Sie schreibt sich die Seele frei und so erfahre ich was sich ereignet hat. Die Autorin weiß was Leben und Ankommen bei sich selbst heißt, sie praktiziert dies und ich als Leser profitiere davon. Vielleicht muss man erst selbst ein gewisses Alter für diese Art von Literatur erreicht haben um sie zu verstehen. Für mich war dieses Buch ein Geschenk der Maria Beig.

 

Christian  Döring

 

Klöpfer und Meyer, ISBN 978-3-940086-29-7, Preis 17, 50 Euro

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