Ariel Magnus:   Ein Chinese auf dem Fahrrad

 

In diesem Roman treffen sich argentinisches Temperament und fremde mystische chinesische Lebenswelt. Eine literarisch gesehen ungewöhnliche Verbindung, aber sehr reizvoll zu lesen.

Ein junger Argentinier wird in der argentinischen Hauptstadt in das dortige chinesische Viertel entführt. Der Chinese Li entführt ihn aus dem Gerichtsgebäude heraus, um seiner Verurteilung als Brandstifter zu entgehen.

Im Hause von Li lernt der Entführte, mit Namen Ramiro, ein völlig neues Leben kennen. Angefangen bei Sitten und Bräuchen des Alltags, bis hin zum essen, ja selbst die fremde Religion beginnt ihn zu beschäftigen.

Sogar der Liebe begegnet er in Form der jungen schönen Yintai. Ramiro erfährt in diesem Haus, welches in seinem vertrauten Buenos Aires steht, das dort zugleich eine ihm bis dahin fremde Welt existiert.

Beim lesen werde ich daran erinnert, dass es auch in Deutschland große Städte mit solchen Vierteln gibt und ich mir nicht sicher bin, ob ich dort für drei Wochen auf Probe leben möchte.

Dieser Roman war ein den Horizont erweiterndes Leseerlebnis.

 

Christian  Döring

 

Kiepenheuer & Witsch, ISBN 978-3-462-04195-8, Preis 17, 95 Euro

 

 

Nach oben