Katharina Schridde:  Die Urkraft der Liebe

Katharina Schridde will ihr Buch "als Lobgesang auf den Gott, der die Liebe ist . . ." verstanden wissen. Dabei beschreibt sie so viele Facetten von Liebe, wie sie uns längst nicht im Alltag bewusst sind. Mit dem Lesen dieses Büchleins wird mir einmal mehr bewusst, wie sehr wir im Alltag geistlich verarmen.

13 wunderschöne Kapitel über die Liebe hat die Autorin geschrieben. In einem geht es um das Gefühl wirklich geliebt zu werden. Egal ob vom Ehepartner, von den Kindern oder vom lieben Gott, dieses Gefühl scheint gegenwärtig in unserer Gesellschaft in die Defensive gedrängt zu werden.

"Je mehr äußeren Wohlstand wir haben, desto stärker spüren wir den inneren Mangel."

Mit Lukas 19, 1-10 antwortet die Autorin auf den Mangel des geliebt Werdens. Am reichen Zachäus macht sie klar was heute so oft fehlt . . . Es ist beeindruckend, wie lebendig bei Kathrin Schridde die alten biblischen Texte werden.

"Trennung um der Liebe willen"

Das mag zunächst paradox klingen. Irgendwie kommt einem sofort das Wort "Scheidung" dabei in den Sinn. Schridde macht an einem Ehepaar sehr deutlich, dass zwischen der Scheidung und der Trennung um der Liebe willen ein Unterschied sein kann. Eine zeitweilige Trennung beherbergt immer die Chance auf eine gemeinsame Zukunft in Liebe. Egal ob es sich um ein Ehepaar oder eine Beziehung zwischen Gott und einem Menschen handelt.

"Die Urkraft der Liebe" ist nicht nur ein "Plädoyer für die Liebe", sie ist das Lehrbuch der Katharina Schridde, in dem sie uns zeigt über welch eine universelle Kraft die Liebe auch heute noch verfügt. Die evangelische Benediktinerin Katharina Schridde schreibt nicht lebensfern hinter Klostermauern, sondern so, dass ihre Worte mitten in unseren Alltag passen.

 

Präsenz Verlag, ISBN 978-3-876-30207-2, Preis 17, 95 Euro

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