Josef - Otto Freudenreich (Hg.):  Die Taschenspieler

 

Der Herausgeber dieses Buches und seine am Buch beteiligten Journalistenkollegen sprechen Wahrheiten aus, die im Volk eine breite Mehrheit repräsentieren, die ich aber von Politikern so nie zu hören bekomme. Da ist das Beispiel um den Stuttgarter Bahnhof nur ein Beispiel von vielen.

Freudenreich spricht bei unseren politisch Verantwortlichen inzwischen von "Gauklern und Hütchenspielern, die den Menschen Wunder versprechen und die Wahrheit verbergen . . .". Das ist harter Tobak, aber die Resonanz die Freudenreich täglich bei seinen Lesern erzeugt, die zeigt, dass er ausspricht was das Volk denkt.

Zwölf Beispiele vereint dieses Buch die zeigen was in Deutschland alles möglich ist. Zwölf Beispiele bei denen die Demokratie Schaden genommen hat. Schauspieler Walter Sittler ruft gar zum zivilen Ungehorsam auf. Vor allem aber erinnert er in seinem Vorwort die Politiker an die nächste Wahl. Bleibt zu hoffen, dass das mündige Wählervolk dann auch zur Wahl geht und es gute wählbare Alternativen gibt.

Beinah unglaubliche Beispiele werden dann ausführlich geschildert. So versucht der Redakteur der Stuttgarter Zeitung Andreas Müller den schwarzen Sumpf von Baden - Würtemberg aufzuhellen und kümmert sich dabei um den Schutzpatron der Kiesbarone.

Auch außerhalb von Deutschland haben die Autoren ein unglaubliches Trauerspiel für EU und unsere Politiker gefunden. So geht der Reporter Rainer Nübel der Frage nach: Was haben deutsche Firmen mit einer Umweltkatastrophe an der italienischen Küste zu tun und warum bleibt die EU untätig?

Oft schüttelt man nach einem gelesenen Kapitel den Kopf und fragt sich, wie kann das nur möglich sein. Dann fallen einem eigene kleinere Beispiele ein die zu Politikverdrossenheit und Vertrauensbruch zu unseren Politikern geführt haben und ich frage mich weiter: Wann kapieren unsere Politiker endlich, dass ihre Stühle nicht für alle Zeiten sicher sind?

 

Christian  Döring

Edition Hubert Klöpfer, ISBN 978-3-940086-87-7, Preis 19, 90 Euro

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