Deborah Raney:  Die Nacht am Fluss

 

Seit zwei Jahren hält es Leonie bei ihrem Mann Kevin aus. Er braucht seinen Alkohol, hat Leonie gezwungen ihre Arbeit aufzugeben und will das sie nur für ihn da ist. Einmal war sie bereits in ein Frauenhaus geflohen, aber sie musste es wieder verlassen, weil Kevin damals noch nicht gewalttätig gewesen war.

Nun an diesem Morgen war sie gerade auf dem Weg ihm neuen Schnaps zu kaufen. Plötzlich wurde sie entführt, vom Entführer nach vielen Kilometern wieder laufengelassen, von einer älteren Damen bekam sie ein Bündel mit Dollarscheinen geschenkt und so beschloss Leonie für immer von Kevin zu fliehen.

Wenn Deborah Raney auch viele merkwürdige Zufälle braucht um diese Geschichte in Fahrt zu bekommen, so lässt einen das Schicksal der Romanheldin doch nicht kalt. Nach einer langen Busfahrt und vielen Kilometern der Wanderung zu Fuß kommt sie in einer kleinen Pension an. Sie hat sich inzwischen eine Lügengeschichte mit falschem Namen und falscher Adresse ausgedacht, alles aus Angst davor, dass Kevin sie finden könnte.

Leonies Aufbruch hat sich gelohnt, in der Pension angekommen trifft sie einen jungen Mann, der selbst eine schlimme Geschichte hinter sich hat. Es kommt wie es kommen muss. Leonie öffnet sich Trevor, bei erzählen sich in der Nacht am Fluss ihre Geschichte. Aber wird dies alles reichen für einen gemeinsamen Neuanfang der beiden?

Obwohl vieles für mich in der Romanhandlung vorhersehbar war, hat mich das Schicksal der Leonie doch fasziniert und dafür gesorgt jede Seite dieses Buches zu lesen. Leonie hat einen Neuanfang gewagt, sie ist aufgebrochen zu neuen Ufern und dies ist sehr gut - für alle Menschen.

 

Christian  Döring

 

Brunnen Verlag, ISBN 978-3-7655-1461-6, Preis 14, 95 Euro

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