Beverly Lewis:  Die Erlösung der Sarah Cain

 

Wieder einmal hat mich Beverly Lewis in das Land der Amischleute entführt. Einmal mehr bin ich von ihrem Talent Geschichten zu erzählen begeistert.

Sarah, die erfolgreiche Immobilienmaklerin, rennt dem Geld und dem Erfolg hinterher. Ihre Eltern sind tot und ihre Schwester lebt mit ihren fünf Kindern im Amischland. Aber eines Tages gerät der Terminkalender der Sarah Cain ins Wanken. Lydia, ihre älteste Nichte ruft sie an und teilt ihr mit, dass Ivy, Sarahs Schwester gestorben ist.

Noch nie hat Sarah ihre Nichten und Neffen gesehen, auch nicht das Amischland. Als sie dann erfährt, dass ihre ungeliebte Schwester gerade sie als Vormund für die Kinder bestimmt hat, ist Sarah zunächst wütend und dann sprachlos.

Mit all dem religiösen Kram kann Sarah nichts anfangen. Nicht einmal zur Beerdigung ihrer Schwester kommt sie. Als sie sich schließlich doch ins Amischland aufmacht, sucht sie eine Amischfrau die als Stiefmutter geeignet ist. Sarah selber kann sich nicht vorstellen ins Amischland zu ziehen.

Die amerikanische Autorin weiß mit Spannung zu erzählen, auch eine Meisterin in der Beschreibung von Details ist sie. Bis zur letzten Seite zögert Beverly Lewis Sarahs Entscheidung hinaus. Leser die es vor Spannung nicht abwarten können und sich deshalb zu früh auf die letzte Seite des Buches verirren sei gesagt: Der Weg ist das Ziel!

Schwer bleibt es zu beantworten für wen es in diesem Buch alles "eine kleine Chance . . . " geben könnte. Für Bryn den langjährigen Freund von Sarah, für Sarah und ihr Geheimnis oder für ihre Nichten und Neffen . . .

Auf alle Fälle ein sehr zu empfehlendes Buch.

 

Christian  Döring

Francke Buchhandlung, ISBN 978-3-86827-218-5, Preis 7, 95 Euro

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