Clive Langmead:  Der Waisenvater von Bristol

 

Dies ist die Geschichte eines Säufers und gerissenen Betrügers. Er machte nicht Halt vor des Vaters Geld, für die  nächste Kneipentour tat er fast alles. Sogar im Knast hat er mal gesessen. Der Sachse Georg Müller führte ein wahrlich gottloses Leben. Und dennoch, vielleicht war das alles notwendig um aus dem Betrüger und Säufer Georg Müller den "Waisenvater von Bristol" werden zu lassen.

Ausgerechnet von einem Saufkumpan wird Müller so ganz ohne Vorwarnung eines Tages gefragt: Willst du nicht Theologie studieren? Komischerweise reagierte Müller nicht mit einem Lachkrampf, sondern er war begeistert. Als ob er schon lange auf eine ausgestreckte Hand gewartet hätte, ergriff er diese Chance mit Begeisterung.

Dieses Buch beeindruckt mich aus zweierlei Gründen: Zum einen ist der Weg von Georg Müller vom Saulus zum Paulus faszinierend beschrieben, zum anderen weist der Biograf Clive Langmead zurecht auf die ungeheuere Kraft des Gebetes hin. Am Beispiel von Georg Müller zeigt der Autor wie Gebete Menschenleben verändern können.

Am Ende eines jeden Kapitels gibt der Autor eine knappe Seite lang Anregungen zum eigenen Gebet. Dem Leser werden noch einmal die verändernden Kräfte deutlich die im Gebet stecken und er wird zum eigenen Gebet ermuntert. Für mich wird klar, nur durch das Gebet wurde aus Georg Müller "Der Waisenvater von Bristol". Als sein Sarg durch die Straßen gefahren wurde, standen Tausende am Straßenrand und noch einmal Tausende folgten dem Sarg. Sie alle waren beeindruckt vom Glaubenshelden Georg Müller, der aus dem kleinen verschlafenen Kroppenstedt in Sachsen stammte.

 

Christian  Döring

 

Brunnen Verlag, ISBN 978-3-7655-1752-5, Preis 12,25 Euro

 

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