Reginald Hill:  Der Tod und der Dicke

Seit vielen Jahren bereits sind Detective Superintendent Andy Dalziel und Chief Inspector Peter Pascoe ein gutes Team, sie leisten gute Polizeiarbeit. Bei diesem aktuellen Fall allerdings muss Pascoe den Großteil der Arbeit allein bewältigen.

Dalziel schleppt Pascoe, Adolphus Hector und seine über zwei Zentner Lebendgewicht zum neuen Einsatzort. Sie beobachten ein Haus. Noch bevor der scheinbar unterbelichtete Hector mit dem geholten Snack zurückkommt explodiert nicht nur das beobachtete Haus sondern auch die Nachbarhäuser fliegen durch die Luft. Hart trifft es Dalziel, Pascoe hat Glück, weil der Dicke direkt vor ihm stand. Er liegt am Boden und scheint tot zu sein. Pascoe versucht alles um ihn wiederzubeleben. Nach Mund - zu - Mundbeatmung und Herzmassage fühlt er wieder den Puls des Kollegen.

Pascoe selbst muss ebenfalls ins Krankenhaus und schläft erst einmal 24 Stunden lang. Danach erfährt er, dass der Zustand seines Kollegen sehr kritisch ist. Ein Gespräch mit ihm ist unmöglich.

Wie der eigentliche Fall nun weiter geführt werden soll, ist bald schon klar. Der Geheimdienst hat den Fall an sich gezogen, ermittelt bereits und Pascoe will sich keinesfalls abwimmeln lassen.

Der Kriminalroman ist wie nicht anders zu erwarten bei Reginald Hill, äußerst spannend und humorvoll geschrieben. Oft habe ich beim Lesen auf Kosten von Hector Tränen gelacht.

Sehr langsam kommen Geheimdienst und Pascoe auf die richtige Spur. Sie finden dabei eine Mail die zunächst keine große Aufmerksamkeit fand. An Zeitungen, Presseagenturen und TV - Nachrichtenredaktionen wurde sie gleichlautend geschickt: "Es möchte scheinen, ein neuer Ritterorden ist auf der Welt begründet worden."

Über weiten Teilen des Buches schwebt die Sorge um Andy Dalziel. Als er endlich wieder bei Bewusstsein ist bestellt er sich sechs Schinken - Sandwiches. Für das Pflegepersonal ist klar, die beginnende Demenz hat eingesetzt.

 

Droemer, ISBN 978-3-426-19781-3, Preis 22, 99 Euro

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