Christa Parrish:  Der lange Weg nach Hause

 

Sarahs Vater ist gestorben. Jahre lang hatten sie sich nicht gesehen, sie hasste ihn abgrundtief. Jetzt fuhr sie in den Ort an dem er gelebt hat um ihr Erbe zu holen.

Als sie in der verlassenen Gegend, jenem kleinen Nest ankommt, glaubt sie ihren Ohren nicht zu trauen. "Wenn Sie das nicht tun, bekommen Sie das Geld nicht." Das kann doch wohl nicht wahr sein, denkt sie, sie bekommt die 80 000 Dollar erst wenn sie den gesamten Winter in seinem Haus lebt. Sie hielt ihren Vater für ein Scheusal und sagte: "179 Tage Winterschlaf erwarten mich."

Aber aus dem Winterschlaf wird nichts. Sarah wundert sich zunächst warum alle in diesem Ort ihr so freundlich und zuvorkommend begegnen. Mit ihrer brüsken und verletzenden Art schafft sie es jedoch so gut wie niemanden an sich herankommen zu lassen.

Nach und nach erfährt sie, dass ihr Vater nicht der brutale Frauenmörder war, sondern, dass es auch andere Seiten an ihm gab und auch Sarah lässt sich plötzlich auf andere Menschen ein. Sie, die als Kind so schlechte Erfahrungen mit Gott gemacht hatte, lernt hier einen anderen Gott kennen.

Sehr bewegend beschreibt Christa Parrish in ihrem Romandebüt wie Gott es gelingt Menschen zu verändern. Themen dieses wunderbaren Buches, in dem nichts vorhersehbar ist, sind Liebe - Vergebung und Gottvertrauen. Ich hoffe sehr, die Autorin lässt ihrem Erstlingswerk weitere Bücher folgen.

 

Christian  Döring

 

Gerth Medien, ISBN 978-3-8659-1491-0, Preis 14, 99 Euro

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