Mittelalterliche Fechtanweisung:  Der Königsegger Codex

 

Hans Talhoffer war der berühmteste mittelalterliche Fechtmeister. In dieser wunderbaren nun vorliegenden Handschrift schildert er die Geschichte seines Schülers des Junkers Luthold von Königsegg.

Fechtmeister Talhoff beschreibt sehr genau seine Feschtanweisungen an Luthold, der sich schließlich in einem gerichtlichen Zweikampf um Leben und Tod behaupten muss. Diese Aufzeichnungen leben von den Zeichnungen, die Textpassagen halten sich sehr im Hintergrund, was der Gesamterscheinung des Werkes sehr zu gute kommt.

Das Originalwerk befindet sich bis zum heutigen Tage im Besitz der Grafen zu Königsegg - Aulendorf und wird so gut wie nie in der Öffentlichkeit gezeigt. Allein dies zeigt, welch ein gut erhaltener Schatz dem Leser mit dieser Fechthandschrift und dem Kommentar, alles im Schuber vorliegt.

Erwähnung finden in der Unterweisung Fechten, Lanzenstechen, aber auch das hofieren von schönen Frauen. Hans Talhoffer war der Meinung, dass der Fechtmeister derbe und dröhnende Schläge auf seine Rüstung ertragen können muss. Die schwäbische Mundart, keine Angst für Nichtschwaben gibt es auch die Übersetzung und die herrlichen Zeichnungen lassen plötzlich das Mittelalter so nah erscheinen - wie gut nur, dass ich heute nicht mit einer Lanze in den Kampf ziehen muss.

 

Christian  Döring

 

von Zabern, ISBN 978-3-8053-3753-3, Preis 49, 90 Euro

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