Marian Keyes:  Der hellste Stern am Himmel

 

Die abgebrochene Jurastudentin Marian Keyes kann so brilliant erzählen, dass man diesen dicken und unhandlichen Wälzer nicht mehr weglegen möchte bevor das Buch durchgelesen ist.

In ihrem Roman geht es um Liebe und Vertrauen. Nicht etwa ein seichter Liebesroman wo sich zwei streiten und auf Seite sieben weiß der Leser, dass sie sich auf der letzten Seite dann doch kriegen.

Die vier Wohnungen des Hauses in der Star Street 66 in Dublin hat eine rätselhafte, mysteriöse Gestalt ins Visier genommen. Er beobachtet die nicht intakte Beziehung zwischen der zweifelnden Katie und dem nicht ganz so einfachen Conall. Auch Matt und Maeve stehen im Visier des Beobachters.

Irgendwie scheint in diesem Haus alles schief zu gehen. Marian Keyes schreibt so packend, dass die Helden des Romans lebendig werden, einem Film gleich, den mein inneres Auge während des lesens sehen kann.

Seinen Höhepunkt erreicht der Roman als alle Bewohner des Hauses sich in einer Nacht zusammenfinden und der heimliche Beobachter seine Bestimmung findet. Alles droht in einer Katastrophe zu versinken.

 

Christian  Döring

 

Heyne, ISBN 978-3-453-26595-0, Preis 21, 99 Euro

 

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