Sebastian Fitzek:  Der Augenjäger

Mit Folgebüchern ist das immer so eine Sache. Die Erwartungen sind meist so hoch, dass der jeweilige Autor sie nicht erreicht. Fitzek allerdings löst dieses Problem spielend. Er wird von Thriller zu Thriller einfach immer besser. Auch wenn man meint, dies ginge nicht mehr, mit "Der Augenjäger" hat der 40 jährige Berliner Autor den Beweis mit scheinbarer Leichtigkeit geliefert.

Aber genug der Vorschusslorbeeren: In 73 kurzen Kapiteln schildert Sebastian Fitzek jeweils aus Sicht der Akteure, dabei leider nie aus der des Augenjägers, das Geschehen. Dr. Zarin Suker entführt seine weiblichen Opfer nicht nur, er führt auch Augenoperationen an ihnen aus.

Suker: "Ich bin weder böse noch ein Produkt der Gesellschaft. Und ich bestrafe niemals einen Unschuldigen."

Dabei geht Suker so professionell vor, dass die Polizei ihn weder findet, noch etwas nachweisen kann. Aus der Untersuchungshaft hatte die Polizei ihn längst wieder entlassen müssen.

Jetzt soll die blinde Physiotherapeutin Alina Gregoriev ihr Glück versuchen. Ein erstes Mal war sie Dr. Suker in der Zeit der Untersuchungshaft begegnet. Kurze Zeit später bereits liegt sie auf Sukers OP - Tisch und er streichelt ihr über ihren kahlrasierten Schädel.

Suker: "das Alter des Spenders ist völlig egal."

Für Alina beginnt ein Kampf um Leben und Tod. Sie trifft in den geheimen Räumen des Augenarztes ein sechzehnjähriges Mädchen, das bereits seit sechs Monaten in der Gewalt von Dr. Suker ist. Nicola soll ihre Hornhaut geben, damit Alina wieder sehen kann, so hat Suker entschieden.

Einmal mehr gelingt es Sebastian Fitzek seine Leser von Seite zu Seite zu hetzen. Aktion und Dramatik wechseln in atemberaubender Schnelligkeit ab und lassen menschliche Abgründe erahnen.

Suker: "Ich liebe Augen."

Wenn Du beim Lesen Angst vor Suker bekommst dann hilft einfach nur noch weiterlesen!

Droemer, ISBN 978-3-426-19881-0, Preis 19, 99 Euro

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