Auma Obama:  Das Leben kommt immer dazwischen

 

In Kenia wurde die Frau geboren die uns so nachdenklich, aber auch würdevoll vom Titelbild ihres Buches anschaut. Aufgewachsen ist sie bei ihrer amerikanischen Stiefmutter, schließlich studierte sie Germanistik in Heidelberg und Bayreuth und verbrachte 16 Jahre in Deutschland.

Aber "Das Leben kommt immer dazwischen" und sie lernte ihren Bruder Barack kennen und begibt sich mit ihm auf reisen. Sie besuchen Kenia. Auma verspürt zum ersten Mal so etwas wie eine Sehnsucht zu ihren Wurzeln. Die 16 Jahre in Deutschland haben sie zweifelsfrei verändert, aber in Kenia entdeckt sie ihre Wurzeln neu.

Als für ihren Bruder in den USA der Wahlkampf beginnt, fliegt sie nach Amerika um ihn beim Wahlkampf zu unterstützen.

Das Inhaltsverzeichnis dieses Buches macht ein Stück weit die Zerrissenheit der Autorin deutlich. Es besteht lediglich aus den Namen der Länder von denen sie erzählt.

Mutig und folgerichtig ist, dass Aumo Obama heute wieder nach Kenia zurückgekehrt ist. Ihre Einstellung ist klar geworden im Buch. Kenia und mit ihm die gesamte afrikanische Jugend braucht ein Bewusstsein, dass ihnen sagt, wir nehmen unsere Zukunft selbstbewusst in die eigenen Hände und gestalten unsere Zukunft in unseren Ländern.

Für CARE - International arbeitet sie heute in Kenia. Mit ihrer Rückkehr nach Kenia setzt sie ein deutliches Zeichen, dies ist ihr bewußt.

Das Buch der Auma Obama zeigt nicht nur ihre Lebensstationen, ihre Beziehungen zu Bruder Barack, sondern es gewährt äußerst interessante Einblicke in die Gedankenwelt der afrikanischen Jugend.

 

Christian  Döring

Lübbe, ISBN 978-3-7857-2403-3, Preis 19, 99 Euro

 

Nach oben