Hans - Joachim Hinrichsen (Hg.):   Bruckner - Handbuch

 

Dieses soeben erschienene Handbuch zur Person von Anton Bruckner und seines äußerst umfangreichen Werkes hat es sich zur Aufgabe gemacht bisherige Ergebnisse der Bruckner  - Forschung zu präsentieren, Konsequenzen für die künftige Sicht auf die Person Bruckners zu ziehen und sinnvolle Wege zu finden um sich dem immer noch sehr rätselhaften Komponisten nähern zu können.

Der Komponist und seine Musik

Werke

und

Die Bruckner - Rezeption

sind herausragende Themen dieses Handbuches.

Bruckner - Spezialisten aus Österreich, der Schweiz und Deutschland haben Beiträge zu Leben und Werk des Meisters der groß besetzten Kirchenmusik und der Sinfonik geschrieben. Jeweils aus ihrer Sicht und Lebenserfahrung herausgeschrieben, geben ein interessantes und facettenreiches Brucknerbild wieder.

Um Bruckner zu verstehen muss der Leser sich zunächst mit seinem Leben beschäftigen. Immer gegenwärtig wird dabei die katholische Komponente in Bruckners Leben sein müssen. Ungewöhnlich erscheint noch heute für Bruckner - Biographen, dass er ein Riesenwerk aus groß besetzten Vokalkompositionen hinterlassen hat, aber so gut wie nichts auf der Königin der Instrumente. Dies ist nur eins der vielen Rätsel, dem die Autoren auf der Spur sind.

Manch einer sagt heute was Anton Bruckner alles erlebt und getan hat, damit wären drei andere Männer zufrieden gewesen. Dieses Handbuch spiegelt dies sehr gut wieder. Da ist zum einen sein kompositorisches Werk, da ist der Herr Universitätsdozent und auch der Konservatoriumsprofessor Bruckner. Gerade in seiner Wiener Zeit muss er ein hohes tägliches Arbeitspensum bewältigt haben.

Vieles im Leben von Anton Bruckner ist nach wie vor nicht entschlüsselt, jedoch ist dieses Handbuch das bisher Beste,  was ich über Bruckner gelesen habe. Viele Musikstudenten werden dieses Buch dankbar in Händen halten.

 

Christian Döring

 

Metzler, ISBN 978-3-476-02262-2, Preis 64, 95 Euro

 

 

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