Lynn Austin:     Bebes Vermächtnis

 

Harriet Sherwood ist oft bei ihrer Großmutter. Sie verehrt und bewundert Bebe, die eigentlich Beatrice heißt.

Als kleines Mädchen hatte die Großmutter mit ihrer Mutter flüchtige Sklaven auf ihrem Hof versteckt. Die kleinwüchsige Bebe war so völlig anders als andere Frauen.

Sie engagierte sich in der Abstinenzvereinigung Christlicher Frauen und forderte sogar als Frauenrechtlerin die Einführung des Wahlrechts für Frauen in Amerika. Wie gebannt sitzt Harriet immer wieder bei Bebe und lauscht  ihren Geschichten.

Lynn Austin aus Illinois hat sich mit diesem neuen Roman wieder einmal in die amerikanische Geschichte begeben, um Wahrheiten auszusprechen, die ohne Einschränkung auch heute noch gelten.

Wie selten wird heute die ungeheuere Kraft sichtbar, die entsteht wenn praktizierter Gottesglaube in den Alltag eingreift. Bebe saß im Gefängnis, weil sie Whiskyfässer zertrümmerte und sich darüber freute, dass der Schnaps die Flucht ergriff.

Inzwischen sitzt nun Bebes Enkeltochter Harriet im Gefängnis. Wird Gott auch sie und ihr Tun lenken, so wie er es schon Generationen vorher getan hatte?

Lynn Austin begeistert wie gewohnt. Ihre Fangemeinde im deutschsprachigen Raum wird wieder begeistert sein. Dieser neue Austin zeigt einmal mehr, man muss Menschen nicht mit frommen Floskeln bomardieren. Lynn Austin predigt durch ihre literarischen Figuren, die man nicht so schnell vergisst.

 

Christian  Döring

 

Francke Buchhandlung, ISBN 978-3-86827-176-8, Preis 15, 95 Euro

 

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