Rainer Buck:  Aljoscha

Rainer Buck hat ein Buch geschrieben. Jetzt traut er sich damit sogar auf den kaum zu überblickenden deutschsprachigen Büchermarkt.

Nicht einmal eine ISBN Nummer hat das Buch. Das heißt kein Büchermarkt, nicht mal amazon bietet es an. Wer es dennoch kaufen möchte, kann sich ab sofort    auf www.roman-aljoscha.npage.de    über die genauen Modalitäten informieren. Ich habe das Buch bereits gelesen und möchte den Leser vor diesen 336 Seiten warnen, weil es viel vom Leser verlangt - unter anderem eine eigene Meinung.

Karel Puto lerne ich in diesem Buch kennen. Zum einen ist der Typ ein wenig lebensfremd, zum anderen ist er ein Bücherwurm durch und durch. Er gibt Anlass zum herzlichen Lachen, aber mit ihm kann man sehr gut über Gott und die Welt nachdenken. Dieser Karel will ein Buch schreiben. Ihm geht es um den Menschen an sich, aber auch um so altmodische Sachen wie Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit.

Dieses Buch würde ich nicht ins Regal »fromme Bücher« stellen. Aber als ich es durch hatte, war ich bei Gott gelandet. Karel Puto ist für mich zum Freund geworden. Ich kann mir gut vorstellen, dass er Buck'sche Anteile in sich trägt. . .

Der Leser wird das Buch nachdenklich zuklappen. Es verlangt von ihm sich Gedanken zu machen, sich einen Lebensstandpunkt zu erarbeiten, sich quasi in den Roman einzusortieren, sich zu fragen: Wo stehe ich eigentlich? Mir jedenfalls ging es so beim Lesen. Oft habe ich zwischen einzelnen Absätzen eine Lesepause gemacht und mich mit meiner Person in den Roman hineingedrängt, weil ich dabei sein wollte.

Rainer Buck traut sich was. Bücher schreiben, heißt immer sich ein Stück weit vor dem Leser ausziehen, die Fassade fallen lassen. Wahrheiten suchen und sich gemeinsam mit dem Leser auf den Weg machen, das ist Rainer Buck - Karel Puto gelungen.

 

 

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